Vegan und Roh für die Gesundheit

Warum ich KEIN „Veganer“ bin – Teil 1

Da ich gerade noch nicht so recht recht weiß, wie und wo ich mit meiner Geschichte ansetzen soll, da es dabei um die Frage geht, wie tief ich Dir Einblick in mein privat Leben geben möchte und dabei eventuell auch über andere Personen schreiben müßte, von denen ich nicht sicher bin ob diese das okay finden, werde ich mich heute zu einer anderen Sache äußern, die mich immer wieder beschäftigt, seit ich mich vegan ernähre.

Ich schreibe hier ganz bewußt, daß ich mich „vegan ernähre“ und nicht daß ich „vegan bin“. Denn NEIN ich bin KEIN „Veganer“ und ich habe auch nicht den Wunsch einer zu werden. Es gibt viele gute Gründe sich rein pflanzlich zu ernähren. Deshalb möchte ich Dir, ehe ich erzähle warum ich mich nicht zu den Veganern zähle, verraten warum ich mich trotzdem vegan ernähre. Es gibt da Verschiedenes, aber das für mich entscheidende, ist der gesundheitliche Aspekt.

Als ich meine Ernährung umstellte, geschah das eher unbewußt und ich hatte nicht geplant auf tierisches gänzlich zu verzichten, auch war eine weitgehend rohköstliche Ernährung, wie ich sie nun praktiziere, nie mein Ziel. Es geschah im Rahmen einer selbst auferlegten Kur, bei der ich mich weitgehend basisch ernähren wollte, genaueres wirst Du in einem späteren Artikel erfahren.

Ich ließ nach und nach tierisches weg und begann Rohkost in meinen Alltag zu integrieren. Dabei merkte ich sehr schnell wie mein Körper positiv darauf reagierte und immer mehr von dem „guten Stoff“ verlangte und tierisches seinen Reiz verlor. Ehe ich mich recht versah wollte ich nur noch rohe Pflanzenkost essen und ich spürte einen unglaublichen Energieschub. Ich fühlte mich fitter, wacher und klarer als je zuvor in meinem Leben. Chronische Beschwerden verschwanden immer mehr und meine Haut wurde besser. Das allein reichte für mich völlig aus, um auch weiterhin auf tierische Lebensmittel zu verzichten.

Es gibt inzwischen auch jede Menge wissenschaftliche Belege dafür, daß vegan nicht nur unschädlich, sondern sogar heilend sein kann. Immer vorausgesetzt man führt die vegane Ernährung bewußt durch und achtet darauf nicht tierisches Junkfood durch pflanzliches zu ersetzen. Ich bin jedoch kein Ernährungsberater und wenn Du Dich genauer informieren möchtest, hält das Internet viele Quellen bereit und am besten wühlst Du Dich da selber durch und schaust was zu Dir paßt. Ich bin nämlich zu faul Dir alles vor zu kauen, dazu gibt´s schon genug gute Blogs und YouTube-Kanäle. Auch möchte ich Dir hier keinen davon empfehlen, denn ich bin mit nichts zu 100% einverstanden. Außerdem sollst Du Dir Deine eigene Meinung bilden… 😉

Nachdem ich in der vergangenen Woche meine Ein-Stunden-Frist bei jedem Artikel deutlich überschritten habe, habe ich meine Schreibzeit nun etwas reduziert, um auch wirklich durchhalten zu können. Also mache ich hier Schluß und führe diesen Artikel morgen weiter. Dann werde ich auf weitere Gründe eingehen die, meiner Meinung nach, für eine vegane Kost sprechen.

Wie sieht es bei Dir aus, ernährst Du Dich vegan oder vegetarisch? Denkst Du noch darüber nach, oder lehnst Du es grundsätzlich ab? Ich würde mich freuen wenn Du mir über Deine Meinung und Erfahrungen berichtest.

Also dann, liebe Grüße und bis Morgen!

Rufus

4 Gedanken zu „Vegan und Roh für die Gesundheit

  1. Hallo Rufus!
    Ich bin auch keine Veganerin und ich ernähre mich zu 97% vegan, aber nicht roh.
    Bereits vor 21 Jahren verbrachte ich auf Maui, Hawaii, eine Woche in einer Veganer-Community. Die meisten Mitglieder waren in dieser Zeit nicht auf der Insel, konkret waren nur zwei Members plus der vegan ernährte Hund zugegen. 😉

    Der Platz war traumhaft, die Früchte aus dem Garten ebenso. Ich ernährte mich damals zwar bereits ein paar Jahre vegetarisch, aber nicht vegan.
    Der Leiter der Community war ein strenger Veganer, für mich war er zu fanatisch.
    An gewissen Stränden von Maui spielten des Abends gerne Menschen auf ihren Trommeln und der Leiter der Veganer-Gemeinschaft verurteilte diese als wie Mörder, weil sie auf Tierhäute schlugen.
    Das war mir zu extrem und mir fehlte bei ihm die Lebensfreude.
    Mit der Frau – Deer war ihr Name – verstand ich mich dagegen sehr gut…
    Es sollte aber noch weitere 16 Jahre dauern, bis mein Körper plötzlich von sich aus eine vegane Ernährung wollte.
    Derzeit ist es so, dass ich mit einer Freundin zusammenwohne, und wir kochen sehr leckere vegane Gerichte. Ich esse am liebsten ziemlich einfach. Ich brauche auch keine Nahrungsmittel, die aussehen würden wie Fleischgerichte, denn für mich war der Umstieg auf Vegetarismus – vor 25 Jahren – so wie ein Heimkommen.

    Hin und wieder – alle paar Monate einmal – hab ich allerdings Gusto auf Käse und dann esse ich ein wenig Ziegenkäse.

    Es tut mir auch da gut, mir dies zu erlauben – ich will mir selbst keine Dogmen auferlegen, sondern auf meinen Körper und seine Bedürfnisse hören.

    Alles Liebe und viel Freude beim Schreiben!

    Verena

    • Liebe Verena,
      da bist Du mir ja schon einige Jahr voraus.
      Schön, daß Du mich an Deiner Erfahrung teilhaben läßt!
      Diese Art Fanatismus, die Du da beschreibst, ist genau das was mir auch immer wieder sauer aufstößt und Grund diese Artikel-Serie zu schreiben. Ich habe einiges dazu zu sagen, deshalb wird es ein paar Tage dauern bis ich alles raus gehauen hab.
      Auch ich sehe meine Ernährung total undogmatisch. Oft sagen die Leute jetzt zu mir: „Das darfst Du ja nicht mehr essen!“ Dann muß ich immer erklären, daß ich alles essen DARF was ich essen WILL. Meine Ausnahme ist derzeit Honig, wobei ich versuche eine Imkerei zu unterstützen die den Bienen genug eigenen Honig läßt um zu überleben und auf Zuckerwasser verzichtet. Ich finde es nämlich sinnvoll die Imkerei zu unterstützen, da Honigbienen, die zur Bestäubung doch so wichtig sind, ohne menschliche Unterstützung in unserer kranken Umwelt kaum mehr überleben können 🙁
      Bei einen guten Stück Käse könnte ich aber vielleicht auch schwach werden 😉
      Liebe Grüße
      Rufus

      • Lieber Rufus,
        dein feinfühliges Bewusstsein für das, was die Bienen brauchen, hat mich nun berührt. Ich esse auch klitzekleine Mengen Honig – aber eher zu Heilzwecken – und kenne auch andere Veganer, die diese Ausnahme machen.
        Für mich ist das Undogmatische wichtig. Ich mag keine Gefängnisse mehr und Dogmatismus wie Fanatismus sind für mich solche.
        So glaube ich auch, dass Ernährung etwas sehr Individuelles ist – so individuell wie wir eben sind.
        Und ich sehe es als großen Fortschritt an, wenn ich meinen Körper und seine Bedürfnisse fühlen kann – und ich vertraue, dass sich daraus das Beste entwickelt.
        Früher mochte ich übrigens auch Honig mit Käse 😉

        Liebe Grüße
        Verena

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