„Auerhaus“ im Hoffmannkeller

„Auerhaus“ nach dem Roman von Bov Bjerg

Ein weitere Theater-Abend

Heute bin ich irgendwie sehr unmotiviert, was das Schreiben betrifft. Im Grunde wollte ich eine weitere kurze Theater-Kritik verfassen, den ich habe am Mittwoch wieder eine Probe besucht. Diesmal war es „Auerhaus“ und das Stück wird im Hoffmannkeller gespielt. Dieser paßt mit seiner intimen Klubatmosphäre hervorragend zu dem Stück.

 

Zur Handlung:

Nachdem Frieder (Thomas Prazak) nach seinem Selbstmordversuch aus der Psychatrie entlassen wird, zieht er mit seinem Freund Höppner (David Dumas) und dessen Freundin Vera (Kerstin König) in das leer stehende Haus seiner Großeltern. Diese „therapeutische WG“ soll Frieder von weiteren Selbstmordversuchen bewahren und bietet den jungen Leuten die Möglichkeit sich der Enge und den Konflikten der Elternhäuser zu entziehen. Nach dem ihn sein Vater vor die Tür gesetzt hat, zieht schließlich auch Harry (Sebastián Arranz) ins „Auerhaus“ ein. Harry verdient, im Gegensatz zu den anderen, die sich auf das Abitur vorbereiten, bereits Geld. Er macht eine Elektriker-Lehre und verschiedene Geschäfte, so bringt er auch eine etwas andere Perspektive mit.

Humorvolle und auch nachdenkliche Szenen, Party, Panik und Anarchie gibt es im „Auerhaus“ während die vier Jugendlichen ihren Weg suchen, raus aus den Konventionen ihrer ländlichen, schwäbischen Heimat, hinein in ein selbstbestimmtes Leben.

Die Handlung spielt in den 1980er Jahren, wie an der Musik und einigen politischen Anspielungen unverkennbar. Die Probleme der Halbstarken sind jedoch zeitlos und auch wenn sich die Rahmenbedingungen inzwischen etwas geändert haben, wird sich die heutige Jugend sicher darin wieder finden können.

Ich fand das Stück absolut sehenswert und wenn Du die Chance hast solltest Du hingehen. Leider sind fast alle, der derzeit angesetzten Vorstellungen bereits ausverkauft. Ich hoffe jedoch es werden noch weitere folgen, das Stück hätte es jedenfalls verdient.

 

Eigentlich hatte ich schon überlegt heute auszusetzen und nur eine kurze Entschuldigung auf Facebook zu posten. Wie ich feststellen konnte, kommt die Motivation jedoch beim Schreiben und nach dem ich erst mal am Rechner saß – naja, Du hast das Ergebnis gerade gelesen. Nun, da ich es doch hinbekommen habe, den geplanten Artikel zu verfassen, bin ich schon ein klein wenig stolz auf mich, daß ich den Schweinehund doch noch überwunden habe 😉

An Wochenende werde ich mir dann vermutlich wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben nehmen und mit meinem Bericht beginnen, wann und wodurch sich mein Leben verändert hat.

Bis dahin, liebe Grüße                                                                                                       Rufus

2 Gedanken zu „„Auerhaus“ im Hoffmannkeller

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