Aller guten Dinge sind Drei… (1/2)

Weg des Wandels, Teil 8          Kapitel 1 – Das Einhorn, Teil 6

…und nochmal schlug der Zufall zu

Meine dritte Begegnung mit meinem Einhorn innerhalb kurzer Zeit war schon wieder einem zunächst scheinbar unglücklichen Umstand geschuldet.

Wenn ich mich recht entsinne war es ein Freitag. Ich hatte eine Änderung an einem Kleid vorgenommen und versprochen die fertige Arbeit nach der Arbeit abzuliefern. Aber irgendwie war ich am diesem Tag nicht recht bei der Sache, vermutlich hat mich irgend ein Umstand so genervt, daß ich nur noch schnellstens nach Hause wollte. Jedenfalls war ich schon fast daheim angekommen als mir einfiel, daß ich dieses  Kleid noch immer in meinem Rucksack hatte. Ich hatte doch glatt vergessen es abzuliefern – MIST!

Da ich jedoch keine Lust hatte sofort umzudrehen, ging ich dennoch erst mal heim und klärte telefonisch ab, wie dringend es denn sein, eventuell könnte ich die Lieferung ja auf den Montag verschieben? Das Kleid wurde jedoch am Samstag gebraucht und so mußte ich nochmal losziehen und mein Versäumnis nachholen. Zunächst wollte ich jedoch zu Mittag essen und mich etwas entspannen. Es dürfte dann so gegen vier Uhr nachmittags gewesen sein als ich mich auf den Weg in die Stadt begab, um das Kleid auszuliefern.

In der Nähe meines Zieles befindet sich eine Eisdiele, so beschloß ich, mir auf dem Rückweg ein Eis zu gönnen um mir den Weg zu versüßen. Als ich an der nächsten Ampel stand und mein eben erworbenes Eis schleckte, entdeckte ich neben mir eine unserer Garderoben-Damen aus dem Theater und auf dem Radweg vor dem wir standen kam dann ER daher geradelt. Sofort hielt er an und begrüßte uns beide und begann mit uns zu plaudern.

Als dann die Ampel auf Grün umsprang und ich mich anschickte die Straße zu überqueren, schloß er sich mir spontan an. Er meinte er wolle mich ein Stück weit begleiten, da wir das letzte Mal ja kaum Zeit gehabt hätten um uns zu unterhalten.

Unterwegs sprachen wir über dies uns das. Er fragte mich ob ich „Pelléas et Mélisande“ gesehen hätte, wo er zu der Zeit den Pelléas sang. Ein Stück, das irgendwie bis dahin völlig unbemerkt an mir vorbeigegangen war. Ich hatte dafür kein Kostüm genäht. Obwohl ich mir nach diesem Gespräch fest vornahm mir diese Oper anzusehen, habe ich sie dann schließlich doch verpaßt, was ich bis heute bereue. Aber da kann ich nichts mehr machen…

Ich war ja noch immer damit beschäftigt das kurz zuvor gekaufte Eis zu genießen, was ihn dazu veranlaßte mir zu verraten, daß auch er Eis sehr gerne esse und vorschlug, wir könnten ja mal zusammen ein Eis essen gehen. Ein Vorschlag, den ich freudig annahm, auch wenn ich nicht recht wußte, wie ich das deuten sollte.

Schon seit unserer Begegnung in der Brechtbühne fragte ich mich, welcher Art eigentlich sein Interesse an mir war. Eine derartige Aufmerksamkeit war ich absolut nicht gewohnt. Um mir Klarheit zu verschaffen fragte ich dann nach…

… Fortsetzung folgt

Liebe Grüße                                                                                                                         Rufus

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